Castanos (Don Francisco Xaver de), Herzog von Baylen, span. General, geb. 22. April 1756, aus einer vornehmen Familie in Biscaya, begleitete seinen Schwager, den General Grafen O'Reilly, nach Deutschland, wo er in Preußen seine militärische Ausbildung gewann. Nach Spanien zurückgekehrt, stieg er im Heere bis zum Obersten, diente mit Auszeichnung 1794 in der Armee von Navarra unter Caro, wurde 1796 General, nachher aber, weil er dem Friedensfürsten mißfiel, mit mehrern andern Offizieren aus Madrid verbannt. Bald wieder angestellt, war er 1802 Kommandant von Gibraltar. Bei der Erhebung gegen die Franzosen 1808 befehligte er die Armeevon Andalusien, zwang den franz. General Dupont de l'Etang zur Kapitu-Conversations-Lerikon. 13. Aufl. IV. lation von Baylen (s. d.), 23. Juli, wurde aber im Nov. bei Tudela geschlagen, worauf er einige Jahre außer Dienst war. Ers 1811 wurde er wieder an die Spitze einer span. Armee berufen, die er unter Wellingtons Oberbefehl ruhmvoll führte. Seine militärischen Talente bewährte er besonders in der , N ei Vittoria, die er zum Teil entscheiden f. Nach Ferdinands Rückkehr wurde er Generalapitän von Catalonien, befehligte 1815 das zum Einrücken in Frankreich bestimmte Heer, legte aber 1816 seine Stelle nieder. Als es ihm nach der Auf93 der der Konstitution 1823 gelungen war, sich ei Ferdinand VII. vom Verdacht konstitutioneller Gesinnungen zu reinigen, wurde er wieder zum Generalkapitän ernannt und 1825 in den Staatsrat berufen, in welchem er das System der Mäßigung egen die ——— unterstützte. Später ward er Zräsident des Rats von Castilien und 1833 zum Herzoge von Baylen erhoben. Nach Ferdinands VII. Tode widersetzte er sich dem Minister Zea⸗-Bermudez in Betreff der Successionsbestimmungen. Er lebte seitdem vom Hofe entfernt, bis er nach Esparteros Sturze 1843 an Arguelles' Stelle zum Vormunde der Königin Isabella erwählt wurde. Im J. 1845 ward er Senator; doch übte er seines hohen Alters wegen keinen polit. Einfluß mehr. Er starb 24. Sept. 1852.