Cavatine oder Caväta (lital.), eine kürzere Ridenften Opernarie, gewöhnlich sanftern, weniger eidenschaftlichen, gesangvollen Charakters. Früher bestand der Unterschied zwischen der C. und der Opernarie noch darin, daß letztere aus vorausgehendem Recitativ und zwei Teilen bestehen mußte, während die C. nur aus Einem, liedförmig ausgesponnenen Teile bestand. Die neuern Komponisten haben diesen Unterschied verwischt; Rossini bedient sich sogar durchgehends des Ausdrucks C. für Arie, während Arien mit vorwiegend dramatischem Ausdruck und größerm Umfang jetzt meistens Scenen genannt zu werden pflegen. mißt, sind unter K aufzusuchen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 88Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei