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ErdkundeBrockhaus 1882

Celano, Stadt in der ital. (neapolit.) Provinz Aquila (ehemals Abruzzo ulteriore II), jenseit der Nordseite des gleichnamigen Sees, dem Lacus Fueinus der Alten, 1223 von Kaiser Friedrich II. nach ihrem Abfall zerstört, zählt Iuncg 7262, als Gemeinde 8314 E. Der 22 km lange und 10—15 km breite, ehemals viel umfänglichere See (in 614 m Höhe) ist nicht nur seines Fischreichtums, sondern auch wegen des 5,864 km langen Abzugskanals berühmt, den Kaiser Claudius von 44—54 n. Chr., um den häufigen Überschwemmungen vorzubauen und zugleich kultivierbares Land zu gewinnen, zwischen dem See und dem 24 mtiefer gelegenen Liris (Garigliano) anlegen ließ. Tacitus beschreibt das grandiose Fest, welches der Kaiser zur Feier des vollendeten Unternehmens gab, zu welchem 11 Jahre und 30000 Arbeiter erforderlich gewesen waren. Hadrian eröffnete den verstopften Kanal wieder; bald nachher versandete dieser aufs neue und ward erst 1854.—62 durch den Fürsten Torlonia wieder⸗ —— Er ist jetzt 6300 m lang und durchbricht, ortwährend durch festes Gestein gehend, den ganzen rmißt, sind unter K aufzusuchen. Monte-Salviano. Der großartige alte Bau ist noch gegenwärtig vollkommen kenntlich, besonders das

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 100Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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