FeedColico (Colecum der Römer)
ErdkundeBrockhaus 1882

Colico (Colecum der Römer), Dorfgemeinde am obern Ende des Comersees in der ital. Provinz Como, 27 km südlich von Chiavenna, zählt (1881) 828, als Gemeinde 3539 E. und zerfällt in das eigentliche C. und das Dorf C.-Piano in der Ebene am See am Bergabhange. Als Endpunkt der Splügenroute und Stapelplatz des Dampfschiffverkehrs auf dem Comersee hat letzteres lebhaften Speditionshandel und Touristenverkehr. Auch sind Eisenbahnen nach Lecco, Sondrio und Chiavenna im Bau. Durch die Anlage mehrerer Entwässerungskanäle in dem sumpfigen Anschwemmungsgebiete der Adda ist das früher äußerst ungesunde Fieberklima etwas verbessert worden; immerhin aber ist der Ort kein gesunder und angenehmer zu nennen und macht im Gegensatz zu den übrigen Ortschaften des Sees einen melancholischen Eindruck. Nordöstlich von C. liegt auf einem vereinzelten Felshügel ißt, sind unter K aufzusuchen. 32* die 1603 von den Spaniern erbaute, 1796 von den Franzosen zerstörte Festung Fuentes, da, wo die maße ins Veltlin von der Splügenstraße abzweigt; die Sumpfebene zwischen C. und dem Lago di Mezzola oder di Riva, Piano di Spagna, im Volksmunde Pianura infama genannt, ist reich an Wild und Schlangen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 499Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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