FeedCerro de Pasco
ErdkundeBrockhaus 1882

Cerro de Pasco, wichtige Bergwerksstadt der südamerik. Republik Peru und Hauptstadt des De-Bon Junin, am nördl. Ende der Hochebene von ombon, in 4352 m Meereshöhe gelegen. Die Stadt, in wüster, unfruchtbarer Gegend, verdankt ihre Entstehung der 1630 durch einen Indianer gemachten Entdeckung reicher Silberminen und führt ihren Namen von dem etwas südlicher gelegenen, Paseo von Bergleuten stark bevölkerten Städtchen Basco, nach welchem auch der weiter im Norden sich erhebende Gebirgsknoten von Pasco genannt wird. C. ist sehr schlecht und unregelmäßig auf dem unebenen Terrain der Gruben selbst erbaut, rmißt, sind unter K aufzusuchen. hat kein einziges öffentliches Gebäude von Bedeutung und zäh t (1876) 6418 E., der auch Weiße Indianer und Mestizen; doch gibt es auch eiße, die als Kaufleute, Techniker, Schenkwirte u. s. w. n hier ihren Erwerb suchen. Es ist eine Stadt der Teuerung, des wüstesten Lebens und des Hazardspiels, wie wenige andere auf Erden. Die Stadt —27 ein Berg⸗ und Handelsgericht. Die Münze ist seit 1845 geschlossen. Das rauhe Winterklima unterwirft jeden Fremden infolge der in so bedeutender Höhe gestörten Respiration anfangs der peinlichen Soroche oder Punakrankheit. Der Silberbergbau von C. liefert jetzt nicht mehr die enorme Ausbeute, die ihn zur Zeit der span. Herrschaft weltberühmt machte. Bis 1878 haben sie etwa 535 Mill. Doll. ergeben. Die Silbererze kommen hier auf ümie Hauptgängen vor, die fast unter dem Marktplatz der Stadt selbst kreuzen, und von denen nach allen Richtungen Siberne auslaufen, sodaß der Boden wie von einem Silbernetz durchzogen erscheint.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 140Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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