Cerotinsäure, Cerin, 6HssCOOH ist ein Bestandteil des Bienenwachses, den man erhält, wenn man Wachs mit starkem Alkohol auskocht und die heiße Lösung von dem ungelösten Rückstande abzieht. Der beim Erkalten der Flüssigkeit sich ausscheidende Niederschlag ist unreine C., die, um sie vollkommen rein zu ieun noch mehrere Male in siedendem Alkohol gelöst und umkrystallisiert wird. Die C. zeigt sich als weiße, krystallinische Substanz, die bei 78 C. schmilzt. Sie nih an zur Reihe der fetten Säuren. Die C. findet sich außer im Wachs der Bienen im Carnaubawachs (s. d.), ferner als Ceryläther im chines. Wachs und soll auch im Wiesenheu vorkommen. Oeroxylon, s. Wachspalme.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 140Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei