Dendermonde, franz. Termonde, Stadt und Festung in 90 belg. Provinz Ostflandern, an dem rechten Ufer der Schelde, über welche seit 1825 eine Brücke führt, an beiden Seiten der hier in dieselbe einmündenden schiffbaren Dender und an der Bahn Brüssel-Terneuzen, ist Sitz einer Bezirksverwaltung und eines Gerichts erster Instanz und zählt 8544 C. Die Hauptindustriezweige sind Seifensiedereien, Baumwollweberei (namentlich Decken), Seilerei und Leinwandbleicherei. Außerdem bestehen in D. mehrere Hechen und Institute, z. B. eine Akademie der Zeichen- und Baukunst, eine öffentliche Bibliothek, Gemäldegalerie und sehr ansehnliche Anstalten der Wohlthätigkeit. Die Liebfrauenkirche enthält schätzbare Bilder von van Dyck, de Crayer und Teniers dem Altern. Die Herrschaft Dendermonde, anfangs reichsunmittelbar, wurde 1264 der Grafschaft Flandern einverleibt. Der Belagerun Ludwigs XIV. (1667) widerstand die Stadt dur Effnen der Schleusen. Im J. 1706 wurde sie von Marlboroughs Bruder, dem General Churchill, belagert und eingenommen. Die Franzosen unter dem Marschall von Sachsen eroberten sie 1745. Joseph II. ließ 1784 die Festungswerke schleifen, die jedoch 1822 wiederhergestellt wurden. Deudriten (vom griech. de-deor, der Baum) werden die baum⸗, strauch-oder moosförmigen zartverästelten Zeichnungen auf den Kluftflächen mancher Gesteine genannt, welche durch Ausscheidung gewisser Metalloxyde (meist derer des Mangans und Eisens) aus zufällig auf jenen Klüften eingedrungenen Lösungen entstanden sind und von Laien fäls licherweise oft für organischen Ursprungs und zwar für Abdrücke von Pflanzen gehalten werden. Am gewöhnlichsten finden sie sich auf den Schichtun Mächen der plattigen Kalksteine, z. B. von Solnhofen.