Chambersburg, die schön gelegene Hauptstadt des County Franklin im nordamerik. Unionsstaat Pennsylvanien mit 7500 E., hat mehrere Kirchen, gute öffentliche Schulen, Eheuhütt industrielle Etablissements, besonders Ei enhütten, Woll⸗ und Baumwollspinnereien. C. wurde am 30. Juli 1864 bei einem Einfall der Konföderierten in Pennsylvanien von General Carly eingeäschert. d Or in Oberburgund, bei dem 1600 C. zählenden Marktflecken Gevrey-Chambertin im franz. Depart. Cöte-d'Or, 13 km südlich von Dijon, an der Lyoner Eisenbahn, gibt einem roten Burgunderwein erster Klasse den Namen. Auf einer Fläche von nur 25 ha liefert die Lage jährlich etwa 140 Stück Wein im Preise von 500 — 1500 Frs. Der sabt aber Closv, der den edelsten C. erzeugt, um⸗ . t aber nur 4—5 ba Areal. Der C. gehört zu en n Weinen, die überhaupt bekannt sind. Er verbindet mit schöner Farbe viel Würze, Mark, Feinheit, guten Geschmack und die angenehmste Blume, ist dabei mild und leicht und doch hinreichend stark und geistreich. Er wird erst im vierten Jahre gut, wenn er seine ausgezeichnete Blume zu entwickeln beginnt, und ist außerordentlich haltbar. Unter dem Namen C. bringt der Bezirk von Geyrey auch die sich ihm nähernden, Bacques, de la Chapelle, de 8 Iuden-Handel hapelle, de Mazys, de Mazoydres g Chambery, ital. Ciamberi, bis 1860 die e Hauptstadt des Herzogtums, seitdem aber des franz. Depart. Savoyen, liegt 269 meüber dem Meere, r9 km südlich vom Bourgetsee, in einer üppigen, „rings von 500 -1500 m hohen Bergen umschlossednen Thalebene an den Flüßchen Leysse und Albane rund ist Sitz der Departementsbehörden, des Appellhofs für ganz Savoyen, eines Assisenhofs und eines Erzbischofs. Die Altstadt besteht großenteils aus engen, unregelmäßigen, zum Teil mit Arkaden versehenen Straßen. Im O. und N. ziehen sich besetzte Boulevards, in deren Mitte das große Brunnendenkmal des Generals de Boigne (gest. 1830) steht, welcher sein im Dienste des ostind. Radscha Seindia erworbenes Vermögen von etwa 15 Mill. Frs. seiner Vaterstadt vermacht hat. C. besitzt mehrere alte Kirchen, darunter die gotische, 1430 vollendete Kathedrale, die Kirche Notre-Dame, 1636 im dor. Stil erbaut, die Sainte-Chapelle mit Dartea und Glasmalereien und die Kirche der Vorstadt Lémenc, die älteste der ganzen Gegend. Das Schloß, 1232 auf einem die Stadt beherrschenden Hügel erbaut, mehrmals durch Feuersbrünste zerstört, 1803 umgebaut und erweitert, sodaß von der alten Residenz der Grafen und Herzöge von Savoyen nur noch zwei Türme übrigblieben, dient jetzt als Sitz des Präfekten, der Departementsbehörden und der Akademie von Sapvoyen. Von den andern öffentlichen Gebäuden sind zu nennen das Stadthaus, der Justizpalast mit einer kleinen Gemäldesammlung, das Theater, die Stadtbibliothek (mit 25000 Bänden) und die Markthalle. Außerdem besitzt C. mehrere Kasernen, sieben Klöster und mehrere Spitäler und Waisenhäuser. C. hat außer der Akademie von Savoyen ein Lyceum, ein theologisches und ein Lehrerseminar, eine Taubstummenlehranstalt und ein Irren-Auche Gesellschaften für Ackerbau, Geschichte, rchäologie, Naturkunde, Medizin, eine archäol. Sammlung und einen botan. Garten mit einem naturhistor. Museum. Die Bevölkerung beläuft sich (1876) auf 16486 (als Gemeinde 18545) C. und entwickelt eine ziemlich bedeutende Fabrikthätigkeit. Man fabriziert berühmte Seidengaze, auch Spitzen, Taft, Tuch, Leder, Handschuhe; ferner besitzt die Stadt mehrere Kupfergießereien und treibt lebhaften Handel mit Getreide, Vieh, Rohseide, Wein u. s. w. Die besuchtesten Punkte der reizenden Umgebung sind der Landsitz Les Charmettes », 2 Km südlich von C. (wo J. J. Rousseau bei Frau von Warens wohnte), das Bad Challes, 6,5 km südöstlich von C., mit allalischer, iod⸗ und bromhaltiger Schwefelquelle, und die aussichtsreiche Dent de Nivolet (1556 m), 8 km nordöstlich von der Stadt. Vom 11. bis 13. Jahrh. von selbständigen Grafen beherrscht, kam C. 1232 an Savoyen und war nun als Sitz der Grafen, von 1416 an der Herzöge des Landes lange Zeit Sitz eines reichen Hoslagers. Im J. 1792, zur Zeit der Französischen Revolution, wurden Stadt und Provinz C., nachdem sie vom 16. bis 18. Jahrh. schon mehrmals unter franz. Herrschaft gestanden, der Französischen Republik einverleibt, und die Stadt war nun bis 1815 Hauptort des Depart. Montblanc. Die Verträge von Wien und Paris brachten C. dem Hause Savoyen zurück, das 1860 infolge der Veränderungen in Italien die Stadt mit ganz Savoyen und Nizza wieder an Frankreich abtrat. nißt, sind unter K aufzusuchen.