Championnet (Jean Etienne), franz. Obergeneral, geb. 1762 in Valence,‚ der nätürliche Sohn des Advokaten Legrand und einer Bäuerin, trat in die wallonischen dpan⸗ Garden, wo er bei der Belagerung von Gibraltar diente, wurde 1791 zum Kommandanten eines Bataillons von franz. Freiwilligen erwählt und erhielt Ende 1793 eine Division in der Sambre⸗ und Maasarmee, welche er in den folgenden Feldzügen, namentlich 1794 bei Fleurus, ruhmvoll fuhrte. Nach dem Frieden stand er 1797 bei der Armee in Holland. Er wurde 1798 Oberbefehlshaber der Armee, welche die neue röm. Republik gegen Neapel schützen sollte. Anfangs durch das fünffach überlegene neapolit. Heer aus Rom vertrieben, schlug er die von General Mack befehligten Truppen im Dezember, eroberte Capua und erschien 23. Jan. 1799 vor Neapel, wo er nach einem blutigen Gefecht einrückte und die Republik verkündigte. Seine Maßregeln, den Räubereien der franz. Civilkommissarien mit Gewalt Einhalt zu thun, zogen ihm die Anklage wegen Amtsmißbrauchs beim Direktorium zu. Er wurde abgesetzt und gefangen sihn wie bis die Revolution vom 18. Juni 1799 ihn wieder befreite. C. wurde beauftragt, eine neue Armee der Alpen zu bilden, und brachte 30000 Mann zu Grenoble zusammen, an deren Spitze er im Sept. gegen Melas einige Vorteile errang. Nach dem Tode des Obergenerals Joubert übernahm er das Kommando der Armee in Hern in wurde aber von den Russen und Ssterreichern im Sept. 1799 bei Fossano und Savigliano geschlagen. Der Seuche, die sein Heer dann erriffen, erlag auch C. zu Antibes 9. Jan. 1800. Vab. Chäteauneuf, «Vie de C.5 (Par. 1806).