Dampierre (Auguste Henri Marie Picot, Marquis de), Obergeneral der ersten Französischen Republik, geb. 19. Aug. 1756 zu Paris, widmete sich früh der militärischen Laufbahn, suchte als Offizier im Regiment der Garden vergeblich die Erlaubnis 27 in Nordamerika oder Spanien kämpfen zu dürfen, ging deshalb, um sich an der Expedition gegen Gibraltar zu beteiligen, heimlich nach Spanien, wurde aber zu Barcelona verhaftet und zurückgebracht. Er trat darauf aus den Garden, ging auf Urlaub nach England und Deutschland, lernte in Berlin das preuß. Militärwesen kennen, nahm dann seine Entlassung aus der franz. Armee und lebte zurückgezogen auf seinen Besitzungen in der Champagne. Der Ausbruch der Revolution, deren Grundsätze er billigte, öffnete ihm jedoch bald eine neue Laufbahn. Er wurde 1790 vom Depart. Aube zum Präsidenten erwählt; diese friedliche Stellung sagte ihm aber nicht zu. Beim Beginn des Kriegs wurde er Rochambeaus Adjutant und bald nachher Oberst eines Dragonerregiments, mit welchem er 1792 dem unglücklichen Einfall in Brabant beivertärt und dann, durch 4000 Mann hegeschict verstärkt, dem General Dumouriez zu Hil e geschickt wurde. Nach der Kanonade von Valmy zum Divisionsgeneral ernannt, entschied er bei Jemappes 6. Nov. 1792 wesentlich den glücklichen Ausgang der Schlacht. Bei Neerwinden befehligte er 18. März 1793 mit gutem Erfolge das franz. Centrum und wurde nach Dumouriez' Übertritt Oberbefehlshaber. D. reorganisierte zunächst das Heer, welches kaum noch schlagfertig zu nennen war. Von den Kommissaren des Konvents gedrängt, griff er 8. Mai die Österreicher an, wurde zweimal zurückgeworfen und beim dritten Angriff durch eine Kanonenkugel, die ihm den rechten Schenkel wegriß, tödlich verwundet. Er starb 9. Mai 1793.