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ErdkundeBrockhaus 1882

Chasseral, ein Gipfel des Schweizer Jura, erhebt sich an der Grenze der Kantone Bern und Neuenburg, westlich vom Bielersee zu 1610 m Höhe über dem Meere. Der Berg bildet mit seinen Vorstufen einen langgestreckten von SW. nach NO. streichenden Rücken, zwischen dem Bielersee und dem Val St.⸗Imier, auf der Höhe mit Alpweiden, an den Abhängen mit Nadelwald bekleidet, aus Kalksteinen der mittlern und obern Juraformation bestehend. Nordöstlich setzt sich die Kette bis zur Klus der Schüß oberhalb Biel fort; ihre südwestl. Fortsetzung bildet der Chaumont (s. d.). Der oberste Gipfel, der als niedriger Felskamm aus den Alpweiden auftaucht, bietet eine der weitesten Seus. 0 der Schweiz vom Montblane bis zum entis. Ein kleines Bergwirtshaus, 1881 eröffnet, dient zur Iumertkale der zahlreichen Besucher, die vom St. Immerthale oder vom Bielersee her in etwa drei Stunden den Berg besteigen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 204Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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