Chasseurs à cheval werden in Frankreich diejenigen leichten Reiter genannt, welche den Chevaulégers (s. d.) oder Dragonern anderer Armeen zu vergleichen sind. Sie kommen zuerst 1741 vor, und zwar als Scharfschützen (Carabiniers) zu Pferde bei den sog. Legionen, Freikorps aus Infanterie und Kavallerie gemischt. Nach deren Auflösung 1776 erhielt jedes der 24 Dragonerregimenter eine Schwadron Chasseurs, welche vorzugsweise zum Vorpostendienst und zum zerstreuten Gefecht Verwendung finden sollten. Drei Jahre später wurden aus diesen Schwadronen 6 Chasseurregimenter formiert und diese 1788 auf 12 gebracht. Während des Revolutionskriegs zeichneten sich diese Regimenter rühmlichst aus und wurden deshalb vermehrt, unter Napoleon I. bis auf 34 Regimenter. Unter der Restauration wurde die Zahl dieser Truppen vermindert, auch bestimmte man sie —— den Dienst der Linienreiterei und bewaffnete eshalb die mittlern Schwadronen jedes Regiments mit Lanzen. Dies bewährte sich indes nicht, weshalb man die mittlern Schwadronen aller Regimenter fornuerte. und daraus 6 Lancierregimenter ormierte. neben blieben noch 6 Chasseurregimenter zu 4 Schwadronen „ Im J. 1831 wurden für den Dienst in Afrika besondere Regimenter errichtet, mit arab. Pferden beritten gemacht und ihnen der Name Chasseurs d'Afrique gegeben. Deren gibt es jetzt 4, jedes zu 6 Schwadronen, während 20 Chasseurregimenter zu Pferde à 5 Schwadronen bestehen.