Chauken, ein niederdeutsches Volk, welches die Römer, als sie seit 12 v. Chr. ihre Angriffe auf Niederdeutschland eröffneten, in den Marschländern zu beiden Seiten der Weser fanden, westwärts bis zur Jade, ostwärts bis gegen die Elbe hin ausgedehnt. Schon frühzeitig traten die C. auch als kühne Seefahrer, im 3. und 4. Jahrh. n. Chr. als gefürchtete Korsaren im Kanal und an den gallischen und brit. Küsten auf; ihr Name verschwindet später vor dem allgemeinen des Sachsenbundes.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 216Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei