Cheiranthus L., Pflanzengattung aus der Familie der Cruciferen, zu welcher nach Linneé, außer einer Anzahl wilder Kräuter, nicht allein der Goldlack (O. Cheiri L.), sondern auch die Levkoje (C. annuus und incanus L.) gehören. Rob. Brown zog letztere jedoch zu Matthiola. (S. Levkoje.) Dieser Botaniker ließ bei C. bloß jene Arten, welche eine zusammengedrückte, vierkantige, an der Spitze zweizähnige Schote und zwei Drüsen zu beiden Seiten des Fruchtknotens haben. Dieselben wachsen vorzüglich in Südeuropa und in den Umgebungen des Mittelländischen Meers und sind Stauden oder Halbsträucher mit lanzettförmigen oder linealen, gezähnten oder ganzrandigen Blättern und gelben oder orangeroten, in lange Trauben gestellten Blüten. Die bekannteste Art, der Goldlack, eine überall kultivierte, auch mit gefüllten Blumen vorkommende Zierpflanze, findet sich schon in den Rheingegenden und im südl. Deutschland wild oder verwildert an Mauern, Ruinen, Felsen. Im nördl. Deutschland müssen die Lackstöcke im Orangeriehause oder Zimmer überwintert werden, da sie im Freien auch unter Bedeckung leicht erfrieren.