Chelard (Hippolyte Andre Jean Baptiste), 24.7 Komponist, geb. zu Paris 1. Febr. 1789 als der Sohn eines Klarinettisten an der Großen Oper, erhielt musikalischen Unterricht durch Fetis und trat 1803 ins Konservatorium, wo er Violine und später Harmonielehre und Komposition studierte. Im J. 1811 mit dem roßen Kompositionspreise gekrönt, studierte er in Rom unter Baini und Zingarelli die Kirchenkomposition und bildete sich dann in Neapel unter Paisiello weiter. Durch dessen Vermittelung gelangte 1815 auch seine Buffaoper Ta casa da venderer auf die Bühne. Ende 1816 wieder nach Paris zurückgekehrt, trat er als Violinist in das Orchester der Großen Oper und komponierte- die Oper „Macbetho (Text von Rouget de Lisle), die, 1827 aufgeführt, wenig Erfolg hatte. C. brachte diese Oper, teilweise umgearbeitet und ins Deutsche Übersett, 1828 in München auf die Bühne, wo das Werk vielen Beifall und dem Komponisten den Titel eines bayr. Hofkapellmeisters einbrachte. Hierauf ließ C. in Paris Anfang 1830 die komische Oper La table et le logementy auführen, wandte sich aber Ende 1830 wieder nach München, wo die Oper Minuito deutsch als Mitternacht » 1831 mit einigem Erfolg auf die Bühne kam, ebenso 1832 die als »Der Student v umgearbeitete „La table et le logementy. Im J. 1832 dirigierte er die Vorstellungen einer deutschen Operntruppe in London. Nachdem er Ende seine beste Oper) aufgeführt, wurde er 1836 als Kapellmeister nach Weimar (als Nachfolger Hummels) berufen, wo er 12. Febr. 1861 starb. Gute Technik und Streben nach charakteristischem Ausdruck zeichnen Cis Arbeiten aus. Ihr Stil zeigt eine Mischung von franz. und deutschen Elementen.