Cheraskow (Michail Matwejewitsch), epischer Dichter Rußlands, geb. 25. Okt. 1733, lebte vorzugsweise in Moskau, woselbst er an der Universität verschiedene Chargen bekleidete, zuletzt (1778— 1801) die eines Kurators. Er war von lebhaftem Eifer für die Förderung der vaterländischen Litteratur beseelt, seine eigenen Heldengedichte Rossiadap (1786), eine hitor. Darstellung der Eroberung Kasans, und Wladimirv (1789), welches die Bekehrung Rußlands zum Gegenstande — sind jedoch ohne poetischen Wert und wurden ald vergessen. Seine übrigen Werke, Tragödien, novellenartige Dichtungen in prosaischer Form, Fabeln u. s. w. sind ebenfalls vergessen. Ein elnes aus seinen Werken (Tworenijan, 12 Bde., osk. 1796) ist ins Französische, das Gedicht Die Schlacht von Tschesmer ins Deutsche (Petersb. 1773) übersetzt worden. C. starb in Moskau 9. Okt. 1806. Eine Biographie Cis findet sich im «Russ. Archivo (1873).