Chijs (Peter Otto van der), niederländ. Numismatiker, geb. 22. Aug. 1802 in Delft, bezog 1820 die Akademie zu Delft und widmete sich dann zu Leiden dem Studium der Rechte. Im J. 18²⁵ löste er die von der Universität Gent ausgeschriebene Preisfrage: De M. Tullii Ciceronis aequo vel iniquo de Graecis judicion, im folgenden Jahre eine landwirtschaftliche, welche die gröninger Universität gestellt hatte, übernahm die Redaction des alt De Vriend des Vaterlandso und erielt bald darauf die Stelle eines Amanuensis am ntiquitätenkabinett zu Leiden. Er gab 1828 eine große und Wesßenne gearbeitete Karte zu Alexanders d. Gr. 1 dzügen heraus. Nachdem er 1829 eine größere Arbeit über die alten, mittelalterlichen und neuen Münzen veröffentlicht und 1833 eine numismatische Zeitschrift gegründet hatte, von der 1838—43 zwei Bände erschienen, erhielt er mit dem Titel als Professor die Direktion des mit der Universität verbundenen Münzkabinetts. Seine Lösung einer Preisaufgabe, welche eine Abbildung und ten Benench der niederländ. Münzen von den ältesten Zeiten an bis zur Befreiung Gents enen verlangte, wurde 1846 mit der großen go denen Medaille gekrönt. Er begann 1851 die Herausgabe einer vollständigen Umarbeitung seiner Preisschrift, die 1866 vollendet wurde. Das Münzkabinett der Universität wurde durch seine Bemühungen vielfach bereichert. C. starb 4. Nov. 1867.