Choulant (Ludw. Theod.), Architekt und Maler, geb. zu Dresden 18. Juli 1827, Sohn des vorigen, besuchte das Polytechnikum und später die Akademie zu Dresden, wo er sich besonders unter Semper in der Architektur ausbildete. Nachdem er 1850—51 Italien bereist, leitete er den Bau des Museums und der kathol. Kirche in der Neustadt zu Dresden und führte nach eigenen Entwürfen den Bau der Kapelle der Diakonissinnen sowie den einiger Villen und Wohnhäuser daselbst aus. Daneben schuf er viele Aquarelle (wie: Eingang des Dogenpalastes in Venedig, im leipziger Museum) und Olgemälde (Engelsburg in Rom, in der dresdener Galerie). Auf wiederholten Reisen nach Italien zog ihn namentlich Venedig an, wie er auch die meisten Blätter zu Bruckmanns Prachtwerk über Venedig lieferte. Unter seinen andern Bildern sind hüt des veugp Die fünf Lunettenbilder im Vestiül des neuen dresdener Hoftheaters, Scenen aus Opern darstellend; die Wandbilder im Wappensaal der Albrechtsburg zu Meißen; der Canale grande zu Venedig und eine Ansicht von Verona.