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ErdkundeBrockhaus 1882

Dagden, zu Estland gehörige Insel des Baltischen Meeres, s. Dagöe. Daege (Eduard), Historienmaler, geb. in Berlin 10. April 1805, wo er bei Wach Unterricht erhielt: auch besuchte er seit 1820 die dortige Akademie und bereiste dann 1832 mit dem Maler Ed. Biermann Italien. Er wendete sich einer religiösen Richtung zu, in welcher er mit feinem Gefühle und emsiger Durchführung zu schaffen weiß. Viele Kirchenbilder in Deutschland sind von seiner Hand, darunter für Sigmaringen, 16 Engelfiguren für die Schloßkapelle in Berlin, auch die prot. Kapelle in Marienbad erhielt ihr Altargemälde durch D. Seine besten Kompositionen sind: die Erfindung der Malerei, die Zuflucht zum Altar, der Meßner, durch das Wasser watend (berliner Nationalgalerie), die junge Nonne u. s. w. D. nahm seit 1835 verschiedene Posten an der königl. Akademie in seiner Vaterstadt ein, war seit 1861 Stellvertreter des Direktors und trat 1873 in den Ruhestand. D. ist Mitglied der k. k. Akademie zu Wien. Auch als Zeichner für Glasgemälde, so z. B. für den Domchor in Magdeburg, hat D. Kartons entworfen. Wandmalereien fertigte er für die Nord⸗ und Südkuppel des Neuen Museums in Berlin.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 769Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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