FeedCasanova (Francesco)
GeschichteBrockhaus 1882

Casanova (Francesco), Schlachten- und Landschaftsmaler, des vorigen jüngerer Bruder, geb. zu London 1727, kam früh nach Florenz, wo er den ersten Unterricht in der Malerei erhielt. In Paris, wohin er 1742 ging, verdankte er viel dem berühmten Zeichner Parrocel. Vorzüglichen Fleiß wendete er auf das Kolorit und die Wiedergabe der Wirkungen des Lichts. Viele Gemälde führte er für den Prinzen Condeé aus. Als ihn Diderots strenge Kritit aus Paris vertrieb, ging er nach Dresden und widmete 3 Dd der Darstellung von Schlachten. Ein großes Bild dieser Art, welches lebendig und kühn ausgeführt war, verschaffte ihm eine Stelle in der dresdener Akademie. Später wendete er sich nach Wien. Für die Kaiserin Katharina II. von Rußland malte er hier deren Siege über die Türken (die Bestürmung von Oczakow 1788). Er starb in der Brühl unweit Wien 8. Juli 1803. Giovanni oder Giovanni Baptista C., der älteste der drei Brüder, ebenfalls Maler, geb. zu Venedig 1722, starb 10. Dez. 1795 zu Dresden. Er bildete sich unter Rafael Mengs in Rom, wohin er 1752 kam. Als Professor und Direktor der Kunstakademie in Dresden hat er eine Anzahl tüchtiger Schüler herangebildet, darunter besonders Angelika Kaufmann; auch lieferte er die Tafeln zu

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 31Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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