Christian V., König von Dänemark und Norwegen (1670—99), geb. 15. April 1646, ein Sohn Friedrichs III., war gleich diesem und mehrern seiner Nachfolger mehr Deutscher als Däne nach Bildung und Gesinnung. Als erster König seit Einführung des Erbkönigtums (1660) lag es ihm am Herzen, den alten dän. Adel zu schwächen; zu diesem Zwecke errichtete er neue, reich privilegierte Grafschaften und Baronien, die großenteils in deutsche Hände gelangten. Auch stiftete er den Danebrog- und den Elefantenorden. Seiner Regierung gehört die Veröffentlichung des ersten dän. Landesgesetzes (1683), das auch in Norwegen geltend ward; auch erwarb Dänemark 1672 seine westind. Kolonien. Der Krieg mit Schweden (1675—79), sowie der Versuch, Holstein-Gottorp zu bezwingen, mißlangen gänzlich, wie denn auch seit dem Sturze des Großkanzlers Graf Griffenfeldt (1676), der 20 Jahre schuldlos in schwerer Gefangenschaft gehalten wurde, Berteh die Verhältnisse im Innern als auch die eziehungen zum Auslande sich verschlimmerten. C. starb 25. Aug. 1699.