FeedChristiansö
ErdkundeBrockhaus 1882

Christiansö, früher Ertholmene (d. i. Erbseninseln), eine 18 km nordöstlich von der dän. Insel Bornholm liegende und in administrativer Hinsicht dazu gehörige Gruppe von drei kleinen Felseilanden: Christiansholm, Frederiksholm und Gräsholm. Ursprünglich war C. nur der Name einer Festung, die 1684 auf Christiansholm und Frederiksholm erbaut wurde, als Staatsgefängnis diente, aber 1855 aufgegeben ward. Auf dem bober e Turme derselben befindet sich ein 29 m oher Leuchtturm mit Blickfeuer. Sonst stehen auf Christiansholm noch die Kirche, die Schule und das Proviantmagazin, auf Frederiksholm einige Kasernen und das frühere Gefängnisgebäude. Zwischen beiden Inseln liegt der kleine, aber gute Hafen, der als Nothafen von Wichtigkeit ist. Die 450 Bewohner finden ihren Erwerb im Lotsendienste, Verproviantieren der in den gefährlichen Hafen einlaufenden Schiffe, Fischerei und Einsammlung von Eiderdunen. In den Felsenklüften entspringen reiche, nie versiegende Quellen; in den Gärten gedeihen Küchengewächse, Wein und edleres Obst. Die Insel Htreicene ist ohne Vegetation und wird nur von zahlreichen Eidergänsen bewohnt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 362Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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