Christian I., Erzbischof von Mainz, vielleicht aus dem Geschlecht der Grafen von Buch, war erst Frie st in Merseburg und wurde 1162 von Kaiser riedrich I. zum Reichskanzler ernannt. Er begleitete den Kaiser 1163 nach Italien, wo er mit Entschiedenheit das Ansehen desselben gegen den Papst verteidigte. Im Sept. 1165 wurde C. zum Erzbischof von Mainz erwählt und im März 1167 geweiht. Als Anführer des kaiserl. Heeres in Italien besiegte er 29. Mai 1167 die Römer bei Tusculum vollständig, belagerte 1173 Ancona und unterhandelte nach der Niederlage bei Legnano den Frieden von Venedig mit Alexander III., der ihn nun als Erzbischof anerkannte. Nachdem er noch 1183 die Römer zur Aufhebung der Belagerung von Tusculum gezwungen, starb er daselbst am Fieber 25. Aug. 1183. Vgl. Varrentrapp, «Erzbischof C. I. von Mainzy (Berl. 1867).