Christusorden, ein päpstl. und portug., ursprünglich geistlicher Ritterorden. Als 1312 der Templerorden aufgehoben wurde, wirkte der König Dionysius von Portugal dahin, daß dieser Orden auf der Pyrenäischen Halbinsel fortbestehe. Papst Johann XXII. bewilligte auch die Wiederherstellung des Ordens in Portugal (1319). In der Be-Hiegelndes hei befahl der Papst, daß der Orden die Regel des heil. Benedikt und die Satzungen der n.Cistercienser beobachte, beanspruchte auch für sich das Recht, Ordensritter zu ernennen. Die Macht ermißt, sind unter K aufzusuchen. des Ordens stieg allmählich so hoch, daß auf Betreiben König Johanns III. der Papst Hadrian VI. 1550 das Großmeistertum desselben für immer mit der Krone verband. Seit 1789 bestehen drei Klassen: Großkreuze, Kommandeure und Ritter. Das Ordenszeichen, ein längliches rotes Kreuz mit weißem Kreuz in der Mitte, wird von den Großkreuzen an einer dreifachen goldenen Kette, von den Kommandeuren an einem roten Bande um den Hals, von den Rittern im Knopfloch getragen. Hierzu kommt bei den obern Klassen ein silberner Stern auf der linken Seite der Brust, in dessen Mitte das Ordenskreuz und darüber ein rotes brennendes Herz sich befindet. Der päpstliche C. ist ein kath. Verdienstorden für Civil und Militär und besteht nur aus einer Klasse, wird jedoch selten verliehen; das Ordenskreuz wird an rotem Bande um den Hals getragen. [börus.