Dreifaltigkeitsorden oder Orden der Trinitarier nennen sich zunächst zwei religiöse Genossenschaften, welche in Frankreich gestiftet wurden, um christl. Sklaven und Gefangene aus den Händen der Ungläubigen loszukaufen. Der ältere D. (Ordo sanctae trinitatis de redemptione captivorum), gestiftet von *+. von Motha und dem Eremiten Felix von Valois, 1198 von Innocenz III. bestätigt, hatte sein Hauptkloster zu Cerfroid in Frankreich, verbreitete sich über Italien, England und Spanien, und verwandte den dritten Teil der Einnahmen auf den Loskauf von Gefangenen. Die Mönche trugen ein weißes Kleid mit einem roten und blauen Kreuz auf der Brust. Anfänglich war ihre Regel nde streng; so durften sie z. B. kein Pferd reiten, sondern nur Esel (daher der Name Eselsbrüder). Schon im 13. Jahrh. entstand ein weiblicher Zweig dieses Ordens. Jetzt sind die Haupthäuser des Ordens zu Murcia und zu Rom, die übrigen sind von brus 90 Bedeutung. Der jüngere D., 1223 von Petrus Nolascus ebenfalls zur Loskaufung von christl. Gefangenen gestiftet, 1230 von Gregor IX. bestätigt, war mehr ein Ritterorden. Seit 1568 gibt es auch hier einen weiblichen Zweig. In den Stürmen der Revolution ging der Orden fast zu Grunde, doch hielten sich einige Häuser in Amerika, Spanien und Italien, das Haupthaus in Rom. — Bruderschaft der heiligen Löchberderh sich auch die Oratorianer (s. d.). — Töchter der heiligen Dreifaltigkeit, ein ascetischer Orden, 1703 zu Paris gestiftet, 1790 erloschen, seit 1823 wiedererstanden, der sich mit der Erziehung beschäftigt.