Chrysopras (grch., von Aovose, Gold, und moogiog, lauchgrün) ist eine durch Nickeloryd grüngefärbte, sehr politurfähige Abart des Chalcedon (. d.), welche sich als Platten und Knollen im zersetzten Serpentin zu Kosemitz und Baumgarten in Schlesien findet und vielfach zu Schmuck verarbeitet wird. Seine Farbe ist meist apfelgrün, verbleicht aber nicht nur, wenn das Mineral der Hitze ausgesetzt wird, sondern sogar allmählich durch Luft und Sonne. Sie zu erhalten, verwahrt man den C. an dunkeln Orten zwischen feuchter Baumwolle; bei dem verblaßten Stein kann man die Farbe wiederherstellen, wenn man denselben eine Zeit lang in die feuchte Erde vergräbt. Fast meterlange Tischplatten von C. befinden sich im königl. Schloß zu Potsdam, aus der Zeit Friedrichs d. Gr. stammend, welcher diesen schles. Stein insbesondere liebte und auch Sanssouci damit ausschmückte.