Angelikasäure oder Sumbulolsäure, der einzige genauer bekannte Bestandteil der Angelikawurzel von der Zusammensetzung CHs O2, gehört der Ölsäurereihe an. Zu ihrer Darstellung wird die zerkleinerte Wurzel mit dünner Kalkmilch ausgekocht, die Flüssigkeit abgepreßt, zum dünnen Sirup verdampft, mit Schwefelsäure versetzt und mit Wasser anhaltend destilliert. Das Destillat wird mit Natron gesättigt, im Wasserbade zur Trockne gebracht und mit verdünnter Schwefelsäure von neuem destilliert. Aus der übergehenden Flüssigkeit scheidet sich beim Stehen die A. in Krystallen ab. asserhelle, glänzende Nadeln oder Säulen, von eigentümlich aromatischem Geruche und brennend gewürzhaftem, saurem Geschmacke. Wenig in kaltem, Fabst schwer in heißem Wasser löslich; sehr leicht löslich in Alkohol, Ather und flüchtigen Olen; schmilzt bei 45 C., siedet bei 190 und ist ohne Zersetzung flüchtig. Beim Schmelzen mit Kalihydrat liefert sie unter Entwickelung von Wasserstoff Propionsäure und m Wassert Die A. gibt gut krystallisierbare, meist in Wasser lösliche Salze.