Jakob III., der Prätendent, auch der Ritter von Sankt Georg genannt, der Sohn des vorigen, geb. in London 10. Juni 1688, wurde 1701 von Frankreich, Spanien, dem Papste und den Herzögen von Modena und Parma öffentlich als König anerkannt, dafür aber vom brit. Parlament als Hochverräter erklärt. Bei Ausbruch des Spanischen Erbfolgekriegs ward es J.s Aufgabe, mit Hilfe Ludwigs XIV. den von seinem Vater verlorenen Thron Englands wieder zu erobern. Im März 1708 verließ eine franz. Flotte von 32 großen Schiffen, ein Heer und den Prätendenten an Bord führend, den Hafen von Dünkirchen, um an der schott. Küste zu landen. Allein der brit. Admiral Byng zwang die Flotte, unverrichteter Sache umzukehren. I. machte nun die Feldzüge in Flandern unter dem Marschall Villars mit und kämpfte nicht ohne Auszeichnung bis zum Abschlusse des Utrechter Friedens (1713). Frankreich mußte in diesem die prot. Erbfolge in Großbritannien anerkennen und demnach den Prätendenten aus Frankreich verweisen. Nach derThronbesteigung Georgs I. erhoben sich indes die zahlreichen Jakobiten in England und in Schottland zu Gunsten des letzten Stuart. Im Herbst 1715 standen in den Hochlanden 10 —15000 Jakobiten unter Führung des Grafen Mar unter den Waffen, die auf eine Ladung J.s harrten. Er erschien endlich, nachdem schon die in England eingedrungenen Schotten bei Preston besiegt waren, 2. Jan. 1716, fast ohne Begleitung und wurde 27. Jan. zu Scone als J. VIII. gekrönt. Er hatte gehofft, die durch den span. Minister Alberoni geleitete große politische Kombination, welche Schweden und Spanien miteinander verbinden sollte, für sich benutzen zu können, aber die Siege der Quadrupleallianz machten diesen Entwürfen ein jähes Ende. Im März 1719 kam er als Flüchtling an den Hof von Madrid, verlor aber auch hier bald allen Boden, ging im August nach Livorno und lebte, nachdem er sich mit einer Sobieski, Maria Clementine, vermählt hatte, in Rom. Erst 1727, nach dem Tode Georgs I., entschloß er sich, sein Glück wieder zu versuchen. Mit Unterstützung des Papstes begab er sich nach Genua, um von da nach England zu gehen, mußte jedoch bald das Unsinnige dieses Schrittes einsehen. Noch einmal wollte sich endlich der franz. Minister Fleury unter Ludwig XV. der Familie Stuart gegen England bedienen und ließ 1740 derselben Vorschläge machen. I. zu alt und zu verzagt, um an die Spitze einer Expedition zu treten, rüstete 1744 seinen Sohn Karl Eduard (s. d.) mit Vollmacht aus. Den Siegen des jungen Abenteurers, der im Sommer 1745 in Schottland landete, wurde 27. April 1746 durch die Niederlage bei Culloden, und damit allen Hoffnungen der Stuarts, ein Ende gemacht. J. starb zu Albano 2. Jan. 1766. Jakob 1. (Jayme), der Eroberer, König von Aragonien, folgte 1213 seinem in der Schlacht bei Muret gefallenen Vater Peter II. und erhielt seinen Beinamen davon, daß er 1229—35 die Balearen und im folgenden Jahrzehnt das ganze Königreich Valencia eroberte. Vor seinem Tode 25. Juli 1276 teilte er jedoch wieder seinen Besitz, sodaß die Balearen als Königreich Mallorca dem jüngern Sohn Jakob, alles übrige aber dem ältern Peter III. zufiel. J. hat sich auch als Gesetzgeber verdient gemacht und beschrieb sein eigenes Leben in span. Sprache.