FeedCirkumflex (lat., cherumgebogenv»)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Cirkumflex (lat., cherumgebogenv»), in der griech. Grammatik das gewundene Tonzeichen , das nur über einer von Natur langen und zwar letzten oder vorletzten Silbe stehen kann; es ist entstanden aus der Verbindung von Acut (Zeichen des Hochtons) und Gravis (Zeichen des Tieftons). Im Französischen steht der C. ( in Silben, die durch Kontraktion entstanden sind (z. B. remerciment aus remerciement), oder in denen ein Konsonant, namentlich ein s ausgefallen ist (z. B. croitre aus croistre). Außerdem in du (von devoir) zur Unterscheidung von du (aus de le) und in sür (sicher) zur Unterscheidung von sur (auf). Fälschlich steht er in apparaitre und apparait laltfranz. apparoir, appert). (S. Accent.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 410Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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