Eichhoff (Frederic Gustave), franz. Sprachforscher, geb. 17. Aug. 1799 zu Havre, war der Sohn eines kurz vorher in Frankreich eingewanderten hamburger Kaufmanns. Er besuchte ein Gymnasium in Paris und widmete sich dann den orient. Studien, namentlich dem Sanskrit. Eine Rede, die er in der Société asiatiquen gehalten hatte (1827), lenkte die Aufmerlsamkeit des Herzogs von Orleans (Ludwig Philipp) auf ihn, welcher ihn zum Lehrer seiner Kinder in der deutschen Sprache ernannte. Nach der Julirevolution von 1830 wurde E. zum Bibliothekar der Königin ernannt; 1842 erhielt er an der Fakultät zu Lyon den Lehrstuhl der ausländischen Litteratur, 1855 den Titel eines Generalinspektors des Sekundärunterrichts für lebende Sprachen. Er starb zu Paris 10. Mai 1875. Von E.s Schriften sind hervorzuheben: Etudes grecques sur Virgilen (eine Sammlung von allen griech. Stellen, die Virgil nachgeahmt hat; 3 Bde., 1825), Parallèle des Jangues de IEurope et de PInde ou Etude des principales langues romanes, germaniques, slavonnes ete.„ (1836, deutsch, Lpz. 1840, ein Werk, wofür er von dem König von Sachsen, von dem damaligen Prinzen von Preußen und von der Stadt Hamburg Auszeichnungen erhielt); Misstoire de la langue et de la littérature des Slaves, considérées dans leur origine indienne et leur état présento (1839); Dictionnaire etymologique des racines allemandeso(1840, zugleich mit Suckau); Essai sur L'origine des Scythes et des Slaveso (1845); Poésie Iyrique des Indienso (1852)/ (Légende indienne sur la vie futurer (1852); (Etudes sur Ninive, Persepolis, la mythologie de P'Eddao (1855); Pocsie héroique deés Indiens, comparée à P'popée grecque et romainer (1860); (Grammaire générale indo- européenne (1867).