Courier de Mereé (Paul Louis), franz. Hellenist und polit. Schriftsteller, geb. 4. Jan. 1772 zu Paris, trat, 28 Matt er in seiner Vaterstadt griech. Litteratur und Mathematik studiert und dann in der Artillerieschule zu Chälons seine weitere Ausbildung erhalten hatte, 1792 in Kriegsdienste, machte mehrere Dhoaad mit, nahm aber 1809 seinen Abschied und begab sich nach Italien, um seine ter orschungen fortzusetzen. Als Frucht der etztern erschien eine neue Textrecension des Longus (Rom 1810; 2. Aufl., Par. 1830). Er kehrte 1812 nach Frankreich zurück und lebte als Landwirt auf seinem Gute zu Véretz unweit Tours; am 10. April 1825 wurde er in der Ui seines Wohnortes von einem seiner Leute meuchlings erschossen, der Mörder aber erst fünf Jahre später entdeckt. Seine „Oeuvreso erschienen in vier Bänden 1834, seine (Pamphlets politiques et littéraireso in zwei Bänden (1838). Ein Denkmal C.s wurde 28. Juli 1878 in Veretz enthüllt. Außer der eleganten übersetzung des Longus (Par. 1813) verdient von seinen philol. Schriften besonders seine kritische Ausgabe von Lucians Lucius, oder der Eseld (Par. 1818) genannt u werden. Briefe und Skizzen C.s aus Italien sind gesammelt in den Lettreso (1828). Vorzüglich aber ist er ausgezeichnet durch seine geistvollen polit. Flugschriften, die er nach der Restauration gegen das Regierungssystem richtete. Vgl. Wachter, «C. Verhältnis zu seiner Zeito, in Raumers „Histor. ourmayeur oder Cormajeur, ital. Cormaggiore, ansehnliches Dorf im Distrikt Aosta der ital. Provinz Turin, liegt 1215 m über dem Meere, 27 km westnordwestlich von Aosta an der Dora Baltea und zählt (1881) 1201 E. franz. Zunge und kath. Konfession. Die Lage im Val d'Entröves, der obern Stufe des Aostathals, angesichts der Montblanc-Kette, die großartige Umgebung, deren bemerkenswerteste Punkte der Cramont (2731 m), der Mont-Carmel, der Mont de la Saxe und der tief ins Thal der Dora herabsteigende Brenva-Gletscher sind, die gesunde Luft, das verhältnismäßig milde Klima und mehrere Mineralquellen haben C. 11 einer beliebten Sommerfrische und einem wichtigen Touristenplatz gemacht, der namentlich für Bergfahrten in der Montblanc-Gruppe ei de als Ausgangspunkt gewählt wird, obwohl ei dem steilen Südostabfall der Montblanc-Massivs die Besteigungen von C. aus im allgemeinen schwieriger sind als von Chamonix aus. Mit Aosta ist C. durch eine 34½ km lange Poststraße verbunden, von welcher bei Pré St.⸗Didier (1000 m über dem Meere, 3½ Km südlich von C.) die Straße über den kleinen St. Bernhard abzweigt. Ins Wallis Martigny) führt der Saumweg über den Col de erret, 2492 m, nach Chamonix neben mehrern chwierigen und gefährlichen Hochpässen der großartige Gletscherpaß über den Col du Geant, 3415m, quer durch das Montblane-Massiv. Der gewöhnliche Weg von C. nach Chamonix jedoch umgeht das Montblanc-Massiv an seinem südwestlichen Ende über die Pässe Col de la Seigne, 2532 m, Col de Bonhomme, 2455 m, und Col de Voza, 1675 m.