Clairvaux, Dorf im franz. Depart. Aube, im Arrondissement und 17 kKma im SO. von Bar-sur-Aube am linken Ufer der Aube und an der Französischen Bemals mit 1950 E., ist bekannt durch seine alte, ehemals hochberühmte Cistercienserabtei, gestiftet vom heil. Bernhard (s. d.), der hier, nachdem er ihr seit 1115 als erster Abt vorgestanden, in der Kirche sein Begräbnis fand. Er nannte die Gründung in dem öden, dicht bewaldeten und versumpften, daher Mönced Aube-Thale Absynth-Thal; nachdem die Mönche dasselbe durch Kultur des Bodens gesund gemacht hatten, wurde es Clara vallis genannt. Die alte Besitzung von 2 km Umfang barg bis 700 Mönche. Der sehr geräumige Keller ist vollkommen erhalten. Später entstand neben dem alten ein neues prächtiges Kloster mit einer Kirche, die als Meisterstück der Baukunst galt. Die alten Mauern haben fast 2 kKm Länge. Die Abtei, welche zuletzt 120000 Livres Einkünfte hatte, ging in der ersten Revolution ein, und ihre weitläufigen Gebäude werden seitdem als Centralzucht⸗ und Arbeitshaus benutzt, in welchem durchschnittlich 1500 Männer und 500 junge Gefangene beschäftigt werden. Das Dorf, welches sich daneben gebildet, nährt sich vom Ackerbau und durch die Forsten.