Ebrach oder Klosterebrach, Marktflecken im bayr. Regierungsbezirk Oberfranken, Bezirksamt Bamberg II, 34 km westlich von Bamberg, an der Mittelebrach, in 327 m Höhe im Steigerwalde, zählt (1880) 1046 E., ist Sitz einer Oberförsterei und eines Forstamts, treibt Holzhandel und e eine schöne Kirche und ehemalige berühmte und sehr reiche Cistercienserabtei, 1147 von Berno und Richvin von Eberau gestiftet, 1803 aufgehoben, jetzt als Zucht- und Arbeitshaus eingerichtet. Von Morimond in Flandern, dem vierten Tochterkloster von Cisterz, siedelten 12 Mönche 1147 hierher über. Im J. 1200 begann Abt Hermann I. den Bau der Kirche. Als die Abtei, deren Abt königl. Einkünfte bezog, 1803 aufgehoben ward, besaß sie 54 Dörfer, 8 Ämter, die schönsten Weinberge Frankens, 25000 Morgen Wald und hatte eine Jahreseinnahme von ungefähr 200000 Gulden. Die Baudn gehört zu den schönsten Denkmälern gotischer Baukunst; sie hat 86 m Länge, uber 50 Fenster, 26 Altäre. Die Rose über dem Portal hat 12 m Durchmesser. Die Orgel, mit 36 Abräe wird als ein Meisterwerk gerühmt. bräer, s. Hebräer. ö