Cobet (Carel Gabriel), niederländ. Philolog und Kritiker, geb. um 1813 in Paris, wo sein Vater während der Einverleibung Hollands in das franz. Kaiserreich Beamter war. Nach der Befreiung Hollands kehrte letzterer wieder nach dem Haag zurück, wo der junge C. die Lateinische Schule besuchte. Von 1831 bis 1840 studierteletzterer in Leiden, machte dann auf Staatskosten eine wissenschaftliche Reise nach Italien und wurde 1847 Professor in Leiden. C. beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Studium der griech. Schriftsteller, besonders der Attiker. Große Verdienste erwarb er sich um die griech. Metrik, deren wissenschaftliche Systematisierung ihm viel verdankt. Seine hauptsächlichsten Schriften sind: „Prosopographia Xenophonteav (Leid. 1836), &Observationes criticae in Platonis Comici reliquiaso (Amsterd. 1840), «Oratio de arte interprétandi grammatices et critices fundamenta innixa primario philologi officioo (Leid. 1847), Praefatio lectionum de historia veteres (Leid. 1853), Variae lectiones quibus continentur observationes criticae in scriptores graecos v (Leid. 1854; neue Ausg. 1872), Novae lectiones quibus continentur observationes criticae in scriptores graecosv (Leid. 1858), Orationes et fragmenta Lysiaer (Amsterd. 1863), Miscellanea philologica et criticay (in der neuen Folge der Mnemosyner, Leid. 1873) u. s. w. Außerdem hat er einige griech. Schriftsteller für den Schulgebrauch herausgegeben, wie auch die Didotsche Ausgabe des Diogenes Laertius besorgt.