Cavanilles (Don Antonio C. y Centi), bedeutender span. Geschichtschreiber, ein Neffe des vorigen, geb. 1805 in Corusa, wo sein Vater eine hohe juridische Stellung einnahm, ging 1814 nach Madrid und studierte die Rechte in Alcalä. Nebenbei widmete er sich mit großem Eifer und mit Liebe, unter der Leitung Listas, dem Studium vaterländischer Geschichte und Litteratur. Im J. 1825 wurde er Advokat und erlangte schnell den Ruf eines nin Redners; er hat die verschiedensten Stellen im zerwaltungswesen der Hauptstadt bekleidet; 1841 trat er in die Akademie der Geschichte, etwas später in die für Naturwissenschaften. Er ist Verfasser einer Denkschrift cSobre el fuero de Madrido, eines Elogiop zu Ehren seines Oheims, des Botanikers, einer Historia de la dominacion espanola en Portugab sowie einer größern Reihe streng jurist. Aufsätze. Was jedoch seinen Namen in weitere Kreise hinausgetragen hat, ist seine Historia de Espana (5 Bde., Madr. I n ein Werk, das in Spanien sehr beliebt ist. Ein Bändchen Dialogosp enthält Unterredungen zwischen Napoleon und Thiers, Cervantes und einem Afrancesado von 1808 u. s. w.; doch ist ihr Inhalt ganz subjektiv: das Historische bildet nur den Rahmen für die 6 än und Anschauungen seines eigenen Geistes. starb 2. Jan. 1864, ohne sein Geschichtswerk vollendet zu haben, das nur bis zur Regierung Philipps II. reicht. Vgl. Romero Ortiz, Wa literatura portuguesa en el siglo XIX (/Mädr. 1870).