Comminges, alte Landschaft von Frankreich mit dem Titel einer Grafschaft, war ein Teil der Gascogne, im SO. derselben, am obern Garonnelaufe. Im N. hatte sie Armagnac, im O. das Toulousain und das Couserans, im S. die Pyrenäen, im W. die Vierthäler und das Astarac. stadt St.⸗Bertrand de Comminges. Zu äsars Zeit wohnten hier die Convenä; es gehörte damals zu Novempopulanien; die Westgoten eroberten es im 5., die Franken im 6. Jahrh. Die damals zerstörte Hauptstadt Lugdunum ward im 11. Jahrh. als St.⸗Bertrand wieder aufgebaut. Im 10. Jahrh. wurde C. eine erbliche Grafschaft; einer seiner Grafen, Bernard IV., zeichnete sich 1213 und 1218 in der Partei der Albigenser aus. Ober-Comminges, mit der Hauptstadt St. Bertrand, begriff die Thäler chaler Oueil, Larboust und Louron, auch die Vierthäler (Nestez, Aure, Barousse und Magnoac) gehörten lange Zeit dazu. Nieder⸗-Comminges, mit den Städten Lombez und Muret, begriff das Nebouzan mit der Pqubt. stadt St. Gaudens. Jetzt bildet das C. den südl. Teil des Depart. Ober-Garonne und den Südosten des von Gers.