Commodianns, ein Dichter der nordafrik. Kirche aus der ersten Hälfte des 3. Jahrh., geb. zu Gaza in Syrien, wuchs als Heide auf und wurde erst durch das Studium der Schrift für das Christentum gewonnen. Es sind von ihm zwei Werke erhalten. Die Instructiones LXXX adversus gentium Deos » zerfallen in drei Teile; der erste weist die Unhaltbarkeit des Heidentums nach und empfiehlt den Übertritt zum Christentum, der zweite ermahnt die Juden, das neue Gesetz anzunehmen, welches das alte nur vorgebildet habe, der dritte ibt ernste Ermähnungen an Katechumenen, Büdende u. s. w. (älteste Ausgabe von Rigaltius, Toul 1650; neueste von Oehler in Gersdorfs (Bibliotheca patrum eccleésiasticorum latinorum », Bd. 13, Lpz. 1847). Das „Carmen apologeticumo, ein Gedicht in 1053 Versen aus dem J. 249, ist interessant wegen der sinnlichen Ausmalung des Tausendjährigen Reichs (herausg. 7 von Pitra im 4Specilegium Solesmensev, Tl. 1, Par. 1852; zuletzt von Ludwig (Commodiani carmina5, Lpz. 1877). Als Dichter benutzt C. einen Hexameter, der ohne Rücksicht auf Quantität und mißt, sind unter K aufzusuchen. Hiatus nur vom Accent beherrscht wird. 1bi Ebert, «Tertullians Verhältnis zu M. Felixo (nebst Anhang, Lpz. 1868). Inach Belieben.