Cyrillus von Jerusalem, Vischof, wahrscheinlich 315 geboren, ward 335 in Jerusalem zum Diakon, 345 zum Presbyter geweiht und 350 zum Bischof erhoben. Als Presbyter hatte er die Katechumenen zu unterrichten und aus diesen Vorträgen sind die noch erhaltenen Katechesen v hervorgegangen, 18 zur Vorbereitung auf die Taufe, 5 zur Erklärung der eben empfangenen Sakramente. Sie sind für die Kenntnis der dogmatischen Anschauungen und der liturgischen Gebräuche jener Zeit von großem Wert. Als Bischof ward C. in die Arianischen Streitigkeiten verwickelt. Allen scharfen Lehrbestimmungen abhold, hielt er sich anfangs zur mittlern Partei der Semiarianer. Deshalb von Acacius, Bischof von Cäsarea, angeö feindet, ward er mehreremal vorübergehend seines mißt, sind unter K aufzusuchen. Amtes entsetzt. Auf dem Konzil zu Konstantinopel 381 hielt sich C. zu den Athanasianern. Er starb 18. März 386. Seine Schriften gaben heraus Touttéee und Maran (Par. 1720; neue Ausg., 2 Bde., 1844), Reischl und Rupp (2 Bde., Munchen 1848— 60), deutsch von Feder (BBamb. 1786) und von Nirschl (Kempt. 1871). Vgl. Gonnet, HDe sancti Cyrilli Hierosolymitani episcopi cateéchesibuso (Par.“ 1876); Plitt, De Cyrilli Hierosolymitani orationibus catecheticiso (Heidelb. 1855); Marquardt, „Cyrillus Hierosolymitanus, baptismi, chrismatis, eucharistiae mysteriorum interpres (Lpz. 1882).