Confueius, eigentlich Kong-⸗fu-⸗tse oder kürzer Kong-tse (d. i. der ehrwürdige [Lehrer! Kong), der Reformator der chines. Sitte in jedem Sinne, war nach chines. Angabe 19. Juni 551 v. Chr. in einem Städtchen Tseu-je geboren, das zu dem kleinen Vasallenreiche Lu in der heutigen Provinz Schan-tong gehörte. Wunderbare Umstände sollen seine Geburt, wie die anderer Bildner der Menschheit, beleitet haben. Seine Familie galt für eine fürstiche, von hoch hinaufgehender Genealogie. Der Vater war Beamter und lebte in ärmlichen Ver-Uhe Grstef gab jedoch seinem Sohne eine vorzügiche Erziehung. Bereits in seinem 17. Jahre ernannte man C. zum Inspektor der Lebensmittel in Lu; später bekleidete er in n Feudalstaaten Dolit Staatsämter. Schon längst von der Idee einer politisch-moralischen Umgestaltung seines Volks begeistert, wollte er dieselbe auf dem Verwaltungswege einführen, fand aber sowohl an den Höfen wie beim Volke solchen Widerstand, daß er auf die Länge dem Beamtentum überhaupt entsagte. Forthin führte er ein Wanderleben, überall durch öffentliche moralische Vorträge wirkend und daneben schriftlichen Denkmälern aus der Vorzeit ihre nachmalige Gestalt gebend. Seine vertrautern Jünger Iteners eine große Anzahl Weisheitssprüche ihres Meisters nieder oder bewahrten sie in ihrem Gedächtnisse; bei seinen Lebzeiten wurde aber noch nichts davon veröffentlicht. Schon bald nach seinem Tode (4793 wurden C. große Ehrenbezeigungen erwiesen, man gab * allerlei Titel und baute ihm Tempel, wo dem Lehrer des Reichs gleichsam wie einer Gottheit Opfer dargebracht wurden. Um die Lehren dieses einzigen Meisters bemühte + unablässig seit mehr als 22 Jahrhunderten der Fleiß von Millionen. (S. Chinesische Sprache und Litteratur.) Unter der Dynastie Han (206 v. Chr. bis 200 n. Chr.) wurde seinem Geschlecht der Erbadel zuteil. Seine Nachkommenschaft von seinem — Sohne Pei-ku verblieb stets im Stammlande Schan-tong und steht noch gegenwärtig in hohem Ansehen. Das Dunder Mära der Familie führt seit Begründung der Ming-Dynastie (1384) den Titel Erhabener Kungo (was man fend (Grafo übersetzt hat. aber mit dem ähnlich lautenden Namen der Familie,‚ .— Höhle oder Kühle bedeutet, nicht verwechseln darf). Vgl. Soen „C. und seiner Schüler Leben und —— (4 Bde., Münch. 1867 - 74), und besonders Faber, &A systematical digest of the doctrines of C.s (aus deutscher Urschrift durch von Möllendorff übersetzt, Hongkong 1875). Oon fuoco (ital.), musikalische Vortragsbezeichnung: mit Feuer.