Conti (Augusto), ital. Philosoph, geb. im Dez. 1822 in Villa di San-Piero bei San-Miniato in Toscana, erhielt seine Vorbildung im Seminar von San-⸗Miniato, studierte darauf die Rechtswissenschaften zu Siena, Pisa und Lucca, wo er promovierte. Nachdem er drei Jahre als Advokat in Florenz gelebt, machte er den Feldzug von 1848 mit, ließ sich sodann als Advokat und Professor der Philosophie in San-Miniato nieder, wurde 1855 Professor der Philosophie am Lyceum zu Lucca, 1859 Schulinspektor, 1863 Professor in Pisa, 1867 am Istituto di Studii superiori in Florenz. Seine Philosophie ist ein Eklektizismus im Dienste der streng nctellr n Richtung. Sein Hauptwerk ist die Storia della filosofia v (2 Bde., Flor. 1864, 3. Aufl. 1882; französisch von E. Naville, Par. 1865). Außerdem sind von ihm zu erwähnen: «Evidenza, amore e fede, o i criteri della filosoflad (2 Bde., Flor. 1862; 3. Aufl., Prato 1872), Dio e il maleo (Prato 1865), „Giovanni Dupré, studio sull' artep (Pisa 1865), „Dio come ordinatore del mondon (Flor. 1871), Il bello nel verop (2 Bde., Flor. 1872),Filosofla elementarev (Flor. 1869; 9. Aufl. 1879), Esame della filosofia epicurea nelle sue fonti e nella sua storia (Flor. 1878). Er hat sich auch als dramatischer Dichter versucht und die Werke von Ernst Naville ins Italienische übersetzt.