Contouren (frz., Umrisse), bei Tonm emes und Gemälden die Linien, welche die Form eines Gegenstandes bestimmen. Von der Richtigkeit der Umrisse hängt die Korrektheit einer Zeichnung ab. Auf Gemälden werden die C. vorgezeichnet, dürfen aber auf dem fertigen Gemälde nicht durchblicken, müssen vielmehr durch den Gegensatz der Farben, des Lichts und Schattens markiert werden. Nur auf einer niedrigern Stufe der Entwickelung (wie in der chines. und ägypt. Kunst) kommt die Malerei über die ausgemalte Umrißzeichnung nicht hinaus. In der Landschaftsmalerei besonders spricht man von dunkeln, kräftigen, duftigen, scharfen u.s. w. C., und meint damit die Grenzlinien, wie sie die Naturobjekte, namentlich Fels- und Bergpartien u. s. w., darbieten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 575Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei