FeedDekoration
Bildende KunstBrockhaus 1882

Dekoration (lat.) in weiterm und allgemeiner Sinne bezeichnet jede Ausschmückung eines Geget standes oder eines Raumes und insofern auch de eschmückten Gegenstand selbst, als dieser zur Au tattung eines dekorierten Raumes gehört. I diesem Sinne reden die Franzosen von arts dec ratifs und meinen damit das, was man im Der schen unter Kunstgewerbe oder Kleinkünsten verstel die man auch wohl als dekorative Künste bezeichn, Im engern Sinne aber ist D. ein besonderer Kun solche fur sich, die Dekorationsmalerei. Als olche hat sie ihre Geschichte für sich, welche neben der Tafelmalerei nebenher geht und das Ornament im weitesten Sinne des Wortes — geometr. Motive, Laub, Blumen, Pflanzen und Figürliches der ment hat. Ihr gehören z. B. die pompesanischen Wandmalereien an, die maurischen Verzierungen der Alhambra und die Arabesken Rafaels in den Loggien des Vatikan. Ihre Motive haben sich verändert nach dem Gange der Kultur⸗ und Kunstgeschichte oder des Geschmacks. Je nach speziellerm inne bezeichnet der Ausdruck D. die gemalten Vorrichtungen auf der Buhne, Coulissen, Soffiten, Versatzstücke, Hintergründe, welche dazu dienen, den täuschenden Schein der scenischen Lokalität hervorzurufen. Endlich bedeutet im modernen Leben D. auch jede Ordensauszeichnung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 9Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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