Coröna (lat., d. h. Kranz; grch. τeοσανοε) war bei den Griechen und Römern die vornehmste äußere maauche Wenuutt m Bei den Griechen trugen ihn manche Beamte im Amt, sowie die Redner in Volksversfammlungen, vornehmlich aber wurden Kränze als Siegespreise in den öffentlichen Wettlämpien Agon), sowie an verdiente Bürger oder Fremde von Staats wegen verliehen. Erstere waren teils aus natürlichen Iweihen und Blättern, teils von Gold, letztere regelmäßig aus Gold. Gelanen. bekränzte man sich bei Opfern, ——— und Gelagen. Auch bei den Römern findet . ie Verwendung von Kränzen bei solchen Anlässen sowie als Siegespreise bei Kampfspielen. Hau tsächlich aber dienten bei diesen als ——4 — uszeichnungen. Abgesehen von der civica (s. Bürgerkrone), war die höchste Auszeichnung die C. triumphalis, der Lorbeerkranz, den der sie reiche Feldherr wie alle mit ihm Lalleinaber Soldaten beim Triumphe trug, den er allein aber auch nachher noch bei Festen und Spielen, bei denen auch andere Inhaber von Ehrenkränzen diese tragen durften, zu tragen das Recht hatte, während ihm beim Triumphe noch ein Sklave einen goldenen Lorbeerkranz von hinten über das Etele hielt. Bei der Ovation (s. d.) trat an die Stelle des Lorbeerkranzes die C. myrtea oder ovalis, ein Kranz aus Myrtenblättern. Aus Gras war die C. graminea oder obsidionalis, die für Rettung eines Heeres aus verzweifelter Lage von diesem selbst einem Führer zum Geschenke emacht wurde. Goldene Kränze, die vom Feldherrn verliehen zu werden pflegten, waren die C. muralis, mit zinnenartigen Verzierungen für Erstürmung einer Mauer, die C. vallaris oder castrensis, mit einer wallartigen Verzierung für Auszeichnung bei Eroberung eines Lagers, die C. navalis oder rostrata, auch classica genannt, welche für Auszeichnung in Seeschlachten, in der Regel aber nur siegreichen Flottenführern verliehen ward; insbesondere erhielt eine solche Agrippa 36 v. Chr. vom Senat. Cäsar wurde sodann das Recht, den natürlichen Lorbeerkranz des triumphierenden Feldherrn, sowie auch den goldenen zu elde als dauerndes Ehrenrecht verliehen. Dasselbe Recht erhielten sämtliche Kaiser, so jedoch, daß von dem oldenen Lorbeerkranz nur bei Festen und Spielen ebrauch gemacht wurde, während das Tragen des Lorbeerkranzes wie der Triumph selbst in der Kaiserzeit keinem Privatmann mehr gestattet wurde. Auf diese Weise erhielt dieser Kranz die Bedeutung einer Krone. Der Strahlenkranz (die C. radiata) war in den beiden ersten Jahrhunderten Abzeichen der nach ihrem Tode vergötterten Kaiser. Erst seit Caracalla findet sich die C. radiata auch auf den Münzen, die im Namen der Kaiser geprägt wurden, während sie auf solchen des Senats schon seit Nero oft vorkommt. Vgl. Merklin, De Varrone coronarum Romanorum militarium interprete ete (Dorpat 1859).