Cosimo (Piero di), florentin. Maler des Quatrocento, um 1460 in Florenz geboren, ein Schüler des Cosimo Roselli, dessen phantastische Kompositionsweise er sich mit andern altertümlichen Reminiscenzen angeeignet hatte. Er steht auf der Grenzscheide der alten und neuen Ara toscan. Kunstweise, und ist auch dadurch wichtig, daß er Beziehungen zur lombardischen Schule hat. Andrea del Sarto war sein Schüler. Er starb in Florenz 1521. Neben Botticelli gehört C. zu den ersten, welche im Geiste der humanistischen Zeitbildung Stoffe der Mythologie malerisch behandelten, wobei er allerdings in den Fesseln der naivsten Auffassung einherschreitet. Seine Geschichte des Perseus in den Uffizien und im wiener Belvedere ist ein Beleg dafür.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 624Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei