Cesäri (Giuseppe), genannt Josepin oder il Cavaliere d'Arpino, berühmter röm. Maler, geb. zu Rom 1570, beherrschte geraume Zeit hindurch die röm. Kunst und bildete eine zahlreiche Schule. Er war durch ein unleugbar großes knstlerisches Talent, durch eine lebhafte Einbildungskraft, ein blühendes Kolorit und durch eine bedeutende technische Fertigkeit ausgezeichnet; auch verirrte er sich weniger in die Untiefen des Manierismus als die meisten Zeitgenossen; aber ihm fehlte der Sinn für die reine Einfalt der Natur, für das Ebenmaß der Form und für die Würde des Stils. Er war die glanzvollste Erscheinung unter den Künstlern der kachblüte, darum richteten sich gegen ihn vorzugsweise die reformatorischen Bestrebungen des Caravaggio, der Caracci und ihrer Anhänger, denen er samt seiner Schule auch endlich erlag. C. starb zu Rom 1640 oder 1642. Von ihm sind großartige Dekorationsmalereien, Wandbilder und Plafondfresken vorhanden, unter welchen namentlich die in San-Silvestro am Montecavallo in Rom hervorragen.