Cowper (spr. Küp'r, William), 137 Dichter, geb. 26. Nov. 1731 zu Berkhamstead in der Grafschaft effe des Lord-Kanzlers C. C. litt von früher dur end an einer krankhaften Menschenscheu, die in der estminsterschule unter dem Einflusse des Pennalismus noch zunahm und schließlich zum Irrsinn führte, von dem er erst in einer UDen genas. Seit 1767 lebte er in dem Flecken 18 N in innigem Verkehr mit seiner Freundin Miß Mary Unwin und dem Pfarrer Newton. C. beschäftigte sch hier lediglich mit der Dichtkunst und schrieb geistliche Lieder, die Newton in seine Hymnus of Olney aufnahm. Religiöse Beängstigungen, durch Newton befördert, ergriffen ihn auch hier so lebhaft, daß er wieder einige Jahre in Schwermut verfiel. Im J. 1782 gab er eine Sammlung seiner Gedichte heraus, die aber keine günstige Aufnahme fanden. Um diese Pait ward er mit der geistreichen Lady Austin beannt, die in dem Pfarrhause zu Olney einen längern Aufenthalt nahm. Ihrem anregenden Einflusse verdankt man die komische Ballade John Gilpino und das didaktische Gedicht The Tasko (1785), welches allgemeinen Beifall fand. Außerdem lieferte C. noch eine Übersetzung der Iliade und Odyssee (2 Bde., Lond. 1791) in reimlosen Jamben. Seine Schwermut kehrte aber immer wieder zurück. Fortwährend kränkelnd starb er 25. April 1800. C. war einer der ersten engl. Dichter, die sich von den Fesseln des Lichte Geschmacks freimachten. Seine letzten Geichte findet man in Haileys William C.'s life and posthumous works v (4 Bde., Lond. 1809). Die „Private correspondence of C.o gab aus den Oriinalpapieren John Johnson (2 Bde., Lond. 1824) herans. Die vollständigste Ausgabe seiner Gedichte veranstaltete Southey (The works of Wil-⸗ liam C., comprising his poems, correspondence and translations; with aàa life of the authorvo, 15 Bde., 1833—37; neue Ausg. in 8 Bdn., 1853 —54). Eine Auswahl von C.s Dichtungen gab in deutscher Übersetzung Borel (Lpz. 1870) heraus. Biographien Cos lieferten Taylor (1833) und Goldwin Smith (1880). Seine Memoirsv (1816) wurden übersetzt von Kind (Bas. 1846). Vgl. auch Boucher, «William C., sa correspondance et ses poésieso (Par. 1874). Cowpersche Drüsen (Glandulae Cowperjanae), zwei nach dem engl. Anatomen William Cowper (s. d.) benannte rundliche, erbsengroße, am sender Ende der Harnröhrenzwiebel gelegene Drüen der männlichen Harnröhre, welche die Schleimhaut der letztern mit einem schlüpfrigen liberzug versehen und so vor den Einwirkungen des Urins Sunen Bisweilen schwellen sie bei den Entzünungen der Harnröhre an und werden dann der Sitz schmerzhafter und hartnäckiger Abscesse.