Cox (David), engl. Maler, geb. 29. April 1783 als Sohn eines Schmiedes in Birmingham. Nachdem er in einer Volksschule notdürftigen Unterricht empfangen, ließ der Vater den Knaben in seiner Werkstatt arbeiten; doch das Schmiedehandwerk land über seine Kräfte, weshalb er zu einem Gaanteriewarenfabrikanten geschickt wurde, bei dem er die Miniaturmalerei lernte. Später fand C. eine Stelle als Farbenreiber und Malergehilfe bei dem Theater in Birmingham. Im J. 1804 übernahm er eine ähnliche Stelle an dem Theater in Astleys Cirkus in London und wurde dann Zeichenlehrer, zuerst in der Umgegend von London, hierauf in Hereford, wo er bis 1835 in verschiedenen Schulen unterrichtete. Seit 1813 Mitglied der Water-coulour Society in London, veröffentlichte er 1814 einen „Treatise of Landscape-painting in Water-eouloursv, der noch immer als eine vortreffliche Übungsschule gilt, und wurde allmählich auch außerri seines engern Kreises als ausgezeichneter andschaftsmaler bekannt. Wie sein Talent, so war auch sein Gesichtskreis völlig autochthonisch. Mit Ausnahme einer Reise nach Frankreich und Belgien im J. 1829 verließ er England nie und fand seine Nord Inspiration in der Heimat, besonders in ordwales, wo das reizende Bergdorf Bettws-y-Cond der Mittelpunkt seiner Thätigkeit wurde. Von 1835 bis 1840 lebte er als angesehener und erfolgreicher Künstler in London, dann ließ er sich in Harbourne, in der Nähe von Birmingham, nieder, wo er 7. Juni 1859 starb. Die Zahl von C.“ Werken ist außerordentlich groß, sodaß 1858-59 eine umfangreiche Ausstellung derselben in London veranstaltet werden konnte. Obgleich er auch als Maler in OÖlfarben sein Geschick bewährte, ist er doch besonders vortrefflich als Aquarellmaler. Vor allem bringt er die Effekte von Wind und Regen, von sonnendurchstrahltem Gewölk über dunkeln Mooren und in zerklüfteten Bergthälern, von wildverwachsenem Gestrüpp und Sumpf⸗ und Küstenlandschaften meisterhaft zur Anschauung. Auf den ersten Blick wild und formlos, enthüllen seine besten Bilder die Kraft und Naturwahrheit eines echten Künstlers. Unter seinen Werken verdienen Erwähnung: Rhyl in Wales, Das Thal von Clwyd, Die Kirche von Bettws-y-Cond, Alte Mühle bei Bettws-y-Cond, Heuernte im Gebirge, Waldrand mit Zigeunern, ein Wrack an der Küste u. s. w.