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HeilkundeBrockhaus 1882

Creek, eines Zuflusses des Wabash, 68 km nordwestlich von Indianapolis und 45 Em südlich von Lafayette, An lt (1880) 5251 E., hat zahlreiche gewerbliche Anlagen und ist der Sitz des 1830 gegründeten presbyterianischen Wabash-College, welches (1879) 12 Lehrer und 96 Studierende und eine Bibliothek von 10482 Bänden hat. In C. kreuzen sich die Indianapolis-Bloomington⸗ und Western- und die Louisville-New-Albany⸗ und Chicago-Eisenbahnen. Crawfurd (John), engl. Orientalist und Ethnolog, geb. 13. Aug. 1783 auf Islay, einer der Hebriden, studierte in Edinburgh Medizin, lebte 1803—8 als Militärarzt in den Nordwestprovinzen Ostindiens, begab sich 1808 nach der Insel Pinang und 1811—17 nach Java, worauf er nach England zurückkehrte. Zum zweiten mal begab er sich 1821 nach Indien, besuchte Siam und Cochinchina, wurde 1823 Statthalter von Singapore und 1826 Kommissionär in Pegu und Gesandter am birman. Hofe, kehrte aber 1827 nach England zurück. Hier lebte er anz seinen Studien, bis er 11. Mai 1868 in London fiard. C.s Hauptwerk ist History of the Indian Archipelagob (3 Bde., Edinb. 1820); außerdem schrieb er: Journal of an embassy to the court of Avav (Lond. 1829), Journal of an embassy to the court of Siam and Cochinchina o (2 Bde., Lond. 1830), Malay grammar and dictionarys (2 Bde., Lond. 1852), Descriptive dictionary of the Indian islands and adjacent countrieso (Lond. 1856). Crayer (Gaspar de), niederländ. Historien- und Porträtmaler, a zu Antwerpen 18. Nov. 1584, war ein Schüler des Rafael Coxcie, den er indes an Geschicklichkeit übertraf, noch ehe er dessen Schule verlassen hatte. Nachdem er seine Studien nach den besten ältern Meistern, vorzugsweise nach Rubens, vollendet, ließ er sich zu Brüssel nieder. Hier malte er den Statthalter, Kardinal Ferdinand, in Lebensgröße, welcher das Bild seinem Bruder, dem König von Spanien, schenkte, der seinerseits den Künstler mit einer Gnadenkette und einem Jahresgehalt bedachte. Obwohl mit Ehren und Aufträgen überhäuft, entzog sich C. doch dem Geräusche des brüsseler Hofs und ging nach Gent, wo er bis an seinen Tod, der dort 27. Jan. 1669 erfolgte, eine große Menge von Kirchenbildern und Guhnbert ausführte. Erstere wäurhei sich durch ühnheit der Erfindung, Naturwahrheit und treffliche Zeichnung aus; in letztern kommt C. Rubens, auch van Dyck oft nahe. Sein bedeutendstes Gemälde, die Verklärung der heil. Katharina, ziert die Michaeliskirche zu Gent; ein anderes Hauptwerk (die Krönung der Jungfrau) befindet sich in der Martinskirche in Amberg (Oberpfalz). Crayon (frz.), Stift zum Zeichnen, dann auch eine Bleistift⸗ oder Kreidezeichnung felbst. Die Crayonzeichnung eignet sich vornehmlich zur zartern und feinern Durchbildung und steht in dieser Beziehung im Gegensatz zur Kartonzeichnung, welche mehr auf breitern Vortrag und Massenwirkung abzweckt. Berühmt sind die Grevedonschen Zeichnungen deux crayons v, Charakterköpfe, Hände u. s. w. mit schwarzer und weißer Kreide. Um einer Kreide⸗ oder Bleistiftzeichnung mehr Dauer zu geben, pflegt man dieselbe zu fixieren, was am besten mit scwa em, kaltem Hausenblasenleim und Reiswasser geschieht. Crazia, Name einer frühern kleinen Münze und eines Längenmaßes im ehemaligen Großherzogtum Toscana. 1) Als Geldstufe (bis gegen 1859) war die C. ½ Paolo oder ½2 toscan. Lira und demnach an Geltung = 5/ jetzigen deutschen Pfennigen; sie war durch ein Kupferstück von 5 Quattrini und scheemhr durch eine ganz geringhaltige Silberscheidemünze (mit Silber nur angesottenes Kupfer) vertreten. 2) Als Maß war (bis Ende Juni 1861) ddie C. ½2 des Braccio oder der Elle 4,86 37⁵ em. ermißt, sind unter K aufzusuchen. Creas (vom span. crea), Lederleinwand, Doppeleinwand (frz. erés, engl. dowlas), eine sehr feste und dichtgewebte Leinwand, jetzt oft, obwohl uneigentlich, die Benennung der aus gebleichtem Garn hergestellten böhm. und schles. Leinwandsorten. Creatianer oder Präexistentianer, s. unter Präexistenz.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 662Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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