FeedCreöle
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Creöle (vom span. criollo) bezeichnet im weite⸗ ‚ihi Sinne des Wortes ein im Lande geborenes V. dividuum fremder Rasse. Deshalb heißt auch der in den amerik. Kolonien geborene Neger ungemischten Blutes C. im Gegensatz zu dem eingeführten Neger (in Brasilien Negro de naçao). Im besondern versteht man jedoch unter C. in den ehemaligen franz. span. und portug. Kolonien Amerikas sowie auch Afrikas (Guinea) und Ostindiens die Eingeborenen von rein europ. Blute (sangre azul) im Gegensatz zu den in Europa selbst geborenen Einwanderern, welche letztere in dem ehemaligen span. Amerika Chapetones, in Mexiko gewöhnlich Gachu⸗ —— (vom aztekischen Worte gatzopin, d. i. Gechöpf, halb Pferd, halb Mensch „Reiter), in Brasilien Portuguezes legitimos oder Filhos do reino genannt werden. In Brasilien haben sich die ein-Die dusen Weißen den Namen Brasileiros beigelegt. die aus dem Spanischen, Französischen und Englischen im tropischen Amerika entstandenen Mischdialekte heißen Creolendialekte. Vgl. Thomas, «The theory and practice of Creole grammary (Vort of Spain 1869); Saint-Quentin, «L'histoire de Wrao et de la grammaire Créëolep (1872). reon, Stadt im franz. Depart. Gironde, Arrondissement Bordeaux, 19 km im SO. von diesem Orte, in der Landschaft Entre-deuxr-Mers, an der Eisenbahn Bordeaux nach Sauve, mit 1000 E., welche mittelmäßige rote und weiße Weine bauen. Eréot, Dorf im franz. Depart. Säone-Loire, Arrondissement Autun, am Fuße der Montagne de Rome:⸗Chäteau, zählt 450 C.; in der Nähe sind wichtige Eisenminen. Crôpe (frz.), Krepp, s. Flor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 670Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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