Crepis, Pippau, von Linne aufgestellte Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen, Abteilung der Cichoriaceen. Die zahlreichen, namentlich in Europa und Asien vorkommenden Arten sind Kräuter mit meist ästigem, selten einfachem, beblättertem oder blattlosem Stengel, doldentraubig angeordneten, seltener einzeln stehenden Blütenkörbchen, ziegelschuppiger oder zweireihiger Korbhülle und vorherrschend gelben Blumen. Die Achenen tragen einen weißen, haarigen, glänzenden Pappus und sind bald geschnäbelt, bald ungeschnäbelt. Die Pippau-Arten wachsen auf Wiesen, bebautem Boden, Gerölle und Felsen, namentlich Hachen Gebirge (z. B. der Alpen), in Wäldern, an ächen u. s. w. und sind zum Teil gute Futterkräuter. Eine südeurop. Art, C. rubra L., mit purpurroten Blumen und schrotsägeförmigen, in eine Rosette gestellten Grundblättern, wird bisweilen als Zierpflanze gezogen. Sie hat einen widerlichen Geruch und ist einjährig.